Ziel der Vorklassenarbeit ist es, unter Berücksichtigung des individuellen Entwicklungsstandes und der vorangegangenen Umwelt-Erfahrungen der Kinder, die Lernfähigkeit anzuregen und weiter zu entfalten sowie Schulfähigkeit und Verhaltensweisen zu fördern, die für das Lernen im Anfangsunterricht und in der Gruppe notwendig sind.

 

Ihren Förderauftrag leistet die Vorklasse durch das Angebot vielfältiger Spiel- und Lernsituationen, wobei das Aufgreifen spontaner Situationen im Mittelpunkt steht.

 

Die Arbeit in der Vorklasse ist nicht ausschließlich auf die kognitive Schulung des Kindes ausgerichtet. Sie ist gleichsam um die Weiterentwicklung der Gesamtpersönlichkeit im emotionalen, sozialen und motivationalen Bereich bemüht.

 

Erfolgs- und Misserfolgserlebnisse beeinflussen entscheidend die eigene Einschätzung des Kindes, seine Anstrengungsbereitschaft und seine Leistungsmotivation. Sie wirken sich auf das spätere Lernverhalten aus. Deshalb kommt der Lernumgebung sowie der positiven Beziehung zwischen der Vorklassenleiterin und den Kindern sowie zwischen den Kindern eine entscheidende Bedeutung zu.

 

Von daher wurden mit Kindern zusammen folgende Wohlfühlregeln erarbeitet:

 

  • Jede/r ist willkommen
  • Wir schließen niemanden aus
  • Wir gehen nett miteinander um (kein Ärgern, kein Wehtun, kein Auslachen)
  • Wir achten auf die Stopp-Regel (Handzeichen)
  • Wir achten auf das Leise-Zeichen
  • Wir hören uns gegenseitig zu
  • Wir arbeiten leise, damit die anderen nicht gestört werden
  • Ruhe tut uns gut!

 

Der individuelle Lern- und Entwicklungsstand der Kinder dient als Grundlage der Arbeit.

 

Orientierungspunkte für die Beurteilung von Schulfähigkeit sind die Ausgangspunkte der individuellen Förderung in der Vorklasse. Die Kinder werden dort abgeholt, wo sie gerade stehen.